Ich bin zurück – mein Jakobsweg 2014

Ihr Lieben, ich melde mich zurück – tiefenentspannt, erholt, geerdet, innerlich sehr aufgeräumt, glücklich, ausgeglichen und mit vielen großartigen Erfahrungen und Begegnungen in meinem Herzen 🙂 Eine Weile bin ich zwar schon wieder zu Hause, aber so richtig im Alltag lande ich nur sehr langsam…

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Ich bin gelaufen. 800 km von St.-Jean-Pied-de-Port in Frankreich nach Santiago de Compostela im Westen Spaniens. Obwohl ich wahrscheinlich auf den ersten Blick nicht wie jemand wirke, der mit dem Rucksack durch die Gegend zieht und in Stockbetten schläft, hat mir diese Art zu reisen sehr gut gefallen. Und einfach zu laufen war für mich sehr entspannend. Ich musste nichts planen, nichts überlegen – einfach laufen. So hatte ich ganz wunderbar entspannte fünf Wochen. Mit der Aussicht auf einen so langen Urlaub und die zahllosen Kilometer, die ich anfangs noch vor mir hatte, habe ich vom ersten Tag an abgeschaltet und einfach in den Tag hinein gelebt. Nicht auf das Ankommen hingefiebert, sondern einfach jeden Tag für sich genossen. Wo ich zu Hause immer gerne zwei Schritte voraus plane, konnte ich auf dem Camino nun einfach in den Tag hineinleben und die Dinge auf mich zukommen lassen.

Es war sicher nicht immer einfach. 800 km in 32 Tagen, jede Art von Wetter über Schnee, Sturm, Hagel und auch Hitze, wunderbare und interessante Begegnungen und Gespräche, zwei Knochenhautentzündungen in den Schienbeinen und ein schlimmes Knie, das mich einige Tage begleitete – trotz (oder gerade wegen) allem eine großartige Erfahrung. Einfach mal alle Zeit der Welt haben, um den Gedanken freien Lauf zu lassen und dabei die Schönheit der Natur zu genießen, war für mich etwas ganz Besonderes. Ich habe den Eindruck, dass ich meine ganzen Gedanken und Erfahrungen einmal richtig ordnen und nochmal verarbeiten konnte. Unbrauchbares konnte ich aussortieren und entsorgen. Und jetzt fühlt es sich alles so geordnet und wohlig an. Ich denke, mir Zeit für meine Gedanken zu nehmen ist etwas, auf das ich künftig in meinem Alltag Acht geben sollte. Und es lässt sich so wunderbar kombinieren, sich dabei mit den Dingen zu beschäftigen, die das Herz froh machen, einen glücklich machen. Ich glaube, das sollte man nie vernachlässigen!

Auf meinem Camino traten Belanglosigkeiten in den Hintergrund. Ich musste mich nicht fragen, was ich heute anziehe oder wie ich aussehe. Wichtig waren nur die paar Habseligkeiten in meinem Rucksack, Verpflegung für den Tag und abends ein Bett zu finden und eine schöne Dusche um den geschundenen Körper auszuruhen. Ich konzentrierte mich auf das Wesentliche und habe ein großes Gefühl der Dankbarkeit erfahren. Wie wenig ist es doch, das man braucht zum Glücklichsein. Und wie gesegnet bin ich doch mit meiner tollen Familie, die mich liebt und voller Vorfreude auf den Tag meiner Rückkehr hingefiebert hat und dann versammelt am Flughafen stand, um mich tränenreich in Empfang zu nehmen. Und meinen Freunden, die mit größtem Interesse meine Erfahrungen mitverfolgt haben und mich immer wieder aufgebaut und ermutigt haben, wenn es mal nicht so gut ging… DAS sind Dinge, die mir im Leben wichtig sind. Viel zu oft tritt dieses Bewusstsein in den Hintergrund bei all den kleinen Alltagsproblemen, mit denen man kämpft. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich ein großes Stück meines Camino-Bewusstseins in meinen Alltag rüberretten kann. Und vielleicht kann ich Euch hier an der ein oder anderen Stelle daran teilhaben lassen 🙂

Alles Liebe für Euch!

Jennie

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Ich mache mich auf den Weg – Camino Frances 2014

20140314_Camino FrancesIhr Lieben, ich wollte nur sagen: ich bin dann mal weg 🙂

Zumindest für eine Weile. Ich mache mich über fünf Wochen auf den spanischen Jakobsweg von Saint-Jean-Pied-de-Port (Frankreich) nach Santiago de Compostela (Spanien). Ich plane, an Ostern wieder in der Heimat anzukommen.

In der Zwischenzeit werde ich hier keine Beiträge veröffentlichen und damit sich niemand wundert, diese Info für Euch. Ich bin sicher, ich werde mit vielen tollen Eindrücken und Erfahrungen zurückkommen und einiges zu berichten haben.

Bis dahin wünsche ich Euch alles Liebe und Schöne!

Liebe Grüße,

Jennie