Glasgravieren – mein DIY Tutorial

Wie in meinem letzten Beitrag schon angekündigt, hier nun mein kleines DIY Tutorial zum Glasgravieren für alle die Lust bekommen haben, es auch mal auszuprobieren.
Damit lassen sich hübsche und sehr individuelle Kunstwerke gestalten, wie z.B. die Weihnachtsgeschenke, über die ich in meinem letzten Beitrag geschrieben habe: für Omi eine hübsche Eierlikörflasche und für Papa eine Plätzchen-Glasglocke für die kleinen, kunstvollen Wunderwerke.

 20131210_Glasgravur

Was Du brauchst:

Wichtig ist bestimmt eine ruhige Hand und ein klein bisschen Geschick – ansonsten würde ich sagen, einfach mal ausprobieren, denn Übung macht den Meister 🙂
Ich habe mir für den Anfang einen günstigen Gravurstift mit Diamantspitze bei amazon bestellt (hier). Bisher habe ich alle meine Werke mit diesem Gerät erstellt und muss sagen, ich bin sehr zufrieden damit. Es ist leicht und handlich und die Batterien haben bisher gut durchgehalten. Neue passende Diamantspitzen sind ebenfalls günstig bei amazon erhältlich. Zum Schutz der Augen und der Atemwege empfiehlt es sich beim Gravieren in jedem Fall, eine Schutzbrille und einen Mundschutz tragen (habe ich günstig im Baumarkt gefunden).
Und nicht zuletzt brauchst Du natürlich einen passenden Glasgegenstand, den Du gravieren möchtest. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Flaschen, Glasglocken, Trinkgläser, Marmeladengläschen, Windlichter, Laternen und und und. Geeignet ist eigentlich jede Art von Glas. Nur wenn es allzu dick ist, wird es mit der Vorlage schwierig, weil das Glas die Vorlage quasi bricht. Dann fällt es schwer, den Gravurstift genau anzusetzen. Aber mit etwas Übung kann man auch das ganz gut ausgleichen. Daher würde ich empfehlen, zuerst mal mit einem kleinen Glas zu üben. Bei mir war es ein Teelichtglas mit Hirschkopf und Schriftzug „Alpenglück“ und ein kleines Windlicht mit Zwerk und Fliegenpilz:

20140210_Glasgravur Übungen

Die Vorlagen:

Ich habe mir die Vorlagen am Computer erstellt und in der gewünschten Größe ausgedruckt. Dann kann man sie ganz einfach grob ausschneiden, hinter das Glas legen, mit Tesafilm befestigen und mit dem Gravurstift nachzeichnen und auf das Glas aufbringen. Wenn das Glas gekrümmt ist oder sehr dick ist, muss die Vorlage ggf. angepasst werden, aber das sieht man gleich. Besonders schön finde ich Scherenschnitte als Vorlagen. Die teils schattierten Gravuren, die man im Internet teilweise findet, sind mir irgendwie zu kitschig 😉
Wem meine beiden Entwürfe zu Weihnachten gefallen haben, darf sie selbstverständlich nutzen. Ihr findet Sie hier als pdf kostenlos zum Download: Papas kleine Wunderwerke (hier) und Omas Eierlikör (hier).

Die Technik:

Für mich war es am einfachsten, die Vorlage zu fixieren und mit den Umrissen anzufangen. Dann habe ich die Vorlage entfernt und das Glas mit einem dunklen Stoff hinterlegt (meine dunkelblaue Strumpfhose hat mir da gute Dienste erwiesen ;-)). Durch den dunklen Hintergrund kann man besser sehen, was man graviert. Im Anschluss habe ich die Umrisse ausgefüllt und kleine Ungenauigkeiten beseitigt bzw. übermalt. Leider ist es so, was einmal graviert ist, ist graviert 🙂 Den entstehenden Staub mit einem trockenen Tuch immer wieder mal wegwischen (kein nasses Tuch verwenden, da die Gravur sonst aufgrund der Feuchtigkeit „unsichtbar“ wird).

So, ich hoffe, das war verständlich.
Viel Spaß beim Ausprobieren und ganz liebe Grüße,

Jennie

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Glasgravieren – mit schönen Geschenken Freude bereiten

Manchmal fällt es mir richtig schwer, schöne und persönliche Geschenkideen für meine Lieben zu finden. Doch Ende letzten Jahres habe ich eine neue Kunst für mich entdeckt: das Glasgravieren. Von der einen schönen Idee bin ich auf die nächste gekommen. Und ich glaube, damit werde ich meine Kreativität noch eine ganze Weile ausleben können 🙂

Mein lieber Papa backt seit seiner Pensionierung jedes Jahr zu Weihnachten besonders kunstvolle Plätzchen. Er investiert viel Zeit und Herzblut. Und Mama präsentiert diese bunten Plätzchen mit größtem Stolz und Vergnügen auf dem Süßigkeitenteller im Wohnzimmer, damit jeder sie bestaunen kann 🙂 Nun hat Papa sich aber Sorgen gemacht, dass die Plätzchen einstauben – und schon war meine erste Idee geboren: eine eigens für solch kleine Wunderwerke verzierte Glasglocke auf einer Platte, mit der die leckere Aufbewahrung der Plätzchen nun gesichert ist.20131210_Papas Wunderwerke

Die Glasglocke auf einem weißen Porzellanteller mit Fuß habe ich bei DEPOT gefunden (hier). Schon lange hat sich mein Papa nicht mehr so über ein Weihnachtsgeschenk gefreut 🙂

Und meine Omi kocht regelmäßig einen köstlichen Eierlikör – so köstlich, dass wir die Gläser immer ausschlecken, damit wir auch den letzten Rest genießen können! Sie hat den Likör immer in die ausgespülten Flaschen des verwendeten Doppelkorns gefüllt. Und die werden meiner Meinung nach dem so leckeren Eierlikör nicht gerecht. So kam ich auf die meine nächste Idee, ihr eine ganz individuelle und hübsche Glasflasche für den Eierlikör zu gestalten. Künftig kann sie ihren Gästen den feinen Likör nun aus einem ganz besonderen Behältnis kredenzen.20131210_Omas Eierlikör

Die Flasche ist eine Apothekerflasche mit einem Fassungsvermögen von einem Liter. Die habe ich bei amazon gefunden (hier). Für Omi war mir besonders wichtig, dass die Ganze Menge von einem „Produktionsdurchlauf“ auf rein passt. Leider kann ich kein schöneres Foto mehr machen, weil meine Omi ein ganzes Stück entfernt wohnt.

Außerdem habe ich märchenhafte Windlichter für meinen kleinen Balkon graviert und eine Laterne für meine Mama…
Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Falls nun jemand Lust bekommen hat, das Glasgravieren auch mal auszuprobieren, werde ich in einem meiner nächsten Beiträge eine DIY Anleitung und ein paar Vorlagen zum Download posten.

Liebe Grüße,

Jennie